Stoma - alle Ebenen des Menschseins sind betroffen

10.06.2016
Der Mensch, der aus seiner ganz persönlichen Lebenssituation heraus zum Stomaträger wird erlebt enormen Stress.

Alle Ebenen des Menschseins sind betroffen

Für jeden Stomaträger ist die Situation individuell anders, jedoch  gibt es Veränderungen, die von großer Bedeutung sind und sich für alle in gleicher Weise darstellen:
  • Allgemeine Schwäche
  • Ernährungs-/ Flüssigkeitsdefizite
  • Unsicherheit im Umgang mit dem Stoma und der Versorgung
  • Einschränkungen im Alltag
  • Stoma-/ Hautkomplikationen
  • Psychische Labilität
Stoma

Diese Beeinträchtigungen sollte jeder Stomaträger ernst nehmen und sich professionell unterstützen lassen. Nach der Anlage eines Stoma ist eine erfolgreiche Rehabilitation eine entscheidende Station auf dem Weg zurück in ein aktives, selbständiges Leben.

Um die Normalität in Ihrem Alltag zurückzugewinnen und eine schnelle Verbesserung der Lebensqualität zu erzielen können folgende Tipps hilfreich sein

  • Durch detaillierte Anleitung eines Stomatherapeuten, können Sie die Selbständigkeit fördern und mehr Sicherheit und Routine bei der Versorgung Ihres Stoma erlangen.
  • Holen Sie sich umfangreichen Informationen zum Umgang mit dem Stoma im Alltag. Eine Rückkehr in den Alltag ist, dank moderner und zuverlässiger Produkte, einfacher als Gedacht. Sogar sportliche Aktivitäten sind mit relativ geringen Einschränkungen möglich.
  • Umfassende Beratung bei der Auswahl von Stomahilfsmitteln ist unerlässlich. Hier ist zu beachten, dass das Material den Bedürfnissen des Trägers angepasst und gleichzeitig der Schutz der Haut gewährleistet wird.
  • Erkundigen Sie sich über Therapieansätze bei ausgebildeten Stomafachkräften.
  • Durch eine individuelle Ernährungsberatung können Sie direkt nach der Operation schneller den Kostaufbau fördern um so stoma-spezifische Komplikationen zu vermindern. Soweit Ihr Stomatherapeut oder Ernährungsberater keine Einschränkungen bei Ihrer Ernährung empfiehlt, brauchen Sie sich im Hinblick auf Ihre vorherigen Essgewohnheiten nicht einschränken. Alles was Sie vor der Operation gut vertragen haben, werden Sie in der Regel auch danach weiterhin essen können.
  • Während der Therapie oder als Krankheitsfolge, kann es neben körperlichen auch zu psychischen Beschwerden kommen, die sehr belastend sein können. In einem solchen Fall sollten Sie psychologische Hilfe annehmen.