Tabuthema Stoma

17.04.2017

Es gibt rund 160.000 Menschen mit einem Stoma in Deutschland. Trotzdem spielt das Thema Stoma öffentlich keine Rolle, da es noch immer ein Tabuthema ist.

Deshalb ist es sehr wichtig, das Thema Stoma genauer zu beleuchten, denn aus Unwissenheit wird oft Unsicherheit.

Die Durchführung einer Rehabilitation in einer onkologischen Fachklinik eröffnet dem Patienten nach der Anlage eines Stoma die Möglichkeit die Beeinträchtigung der Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft abzuwenden oder zu minimieren.
Tabuthema Reha

Ziele der onkologischen Rehabilitation

Stomatherapie

  • Information über das Stoma
  • Professionelle Anleitung und Beratung beim Stomaversorgungswechsel. Der selbstständige Versorgungswechsel wird angestrebt um frei und unabhängig zu sein.
  • Mit einer richtigen, bedarfsgerechten Versorgung, die individuell auf jeden einzelnen Stomaträger angepasst ist, und mit professioneller Begleitung, kann man weitestgehend uneingeschränkt den Alltag genießen.
  • Erkennen von Stomakomplikationen und sofortige Behandlung.
  • Anleitung von Angehörigen bei der Stomaversorgung
  •  Nachversorger für Zuhause zu finden, der die Materialversorgung übernimmt, falls ein solcher noch nicht vorhanden.
  • Falls der Versorgungswechsel aus bestimmten Gründen, z. B. schwere Sehbehinderung oder anatomische Einschränkung nicht, oder nur teilweise selbständig durchgeführt werden kann, wird der Sozialdienst  rechtzeitig informiert,  um das weiteres Procedere für Zuhause einzuleiten.
Stoma

Sport- und Bewegungstherapie

Zahlreiche Studien konnten belegen, dass sich allgemeine körperliche und psychische Beschwerden bei vielen Patienten mit onkologischen Erkrankungen durch eine gezielte Sporttherapie behandeln lassen.

  • Physiotherapie, Bewegungstherpie, Sportgruppen, Nordic Walken, Yoga usw.

Ernährungsberatung

Durch Probleme bei der Aufnahme der Nahrung bzw. der Absorption ihrer Bestandteile werden nicht allein die körperlichen Funktionen beeinträchtigt, sondern weitgehend auch das allgemeine Befinden und die Lebensqualität.

  • Beratung durch Diätassistentin je nach Bedarf individuell der Stomaart angepasst und Kochschulungen werden im Haus angeboten.

Psychoonkologische Betreuung

Belastungen beschränken sich nicht nur allein auf Körperfunktionsstörungen. Eine Belastung besteht neben einer verständlichen Angst vor einem möglichen Fortschreiten oder einer Rückkehr der Erkrankung, auch durch mögliche gravierende Einschränkungen im Alltag.

  • Ergotherapie, psychologische Gesprächstherapie, Erlernen von Entspannungsmethoden (z.B. Autogenes Training/Progressive Muskelentspannung)

Fazit

Unter der Einbeziehung von Sporttherapie, Ernährungsberatung, psychoonkologischer Betreuung, Information, Schulung und Motivation, sowie Stomatherapie kann man mit einem Stoma eine gute Lebensqualität erhalten und ein selbstbestimmtes Leben führen z. B. in der Partnerschaft, Freizeit, Berufsleben, Alltag und bei sozialen Kontakten.

Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne. Wir finden eine Lösung für Ihr Problem.